Immobilien richtig verkaufen!

Nebenkosten beim Immobilienkauf

Welche zusätzlichen Kosten entstehen beim Kauf eines Hauses oder einer Wohnung?

Mit dem Erwerb einer Immobilie ist es leider nicht nur mit der Überweisung des Kaufpreises getan, um allen finanziellen Verpflichtungen gerecht zu werden. Es kommen noch weitere Nebenkosten hinzu, die sich beim Kauf einer Eigentumswohnung oder eines Hauses schnell auf einen 5-stelligen Betrag summieren.

Notar und Grundbuchamt

Bei einem Immobilienkauf sind sowohl die Notarkosten als auch die Gebühren des Grundbuchamtes in einer Gebührenordnung festgelegt und orientieren sich an der Höhe der Kaufsumme.

Die Löschung von alten Grundbuchbelastungen, die der Käufer nicht übernimmt, wie z.B. die Grundschuld für die Immobilienfinanzierung des Eigentümers, trägt der Verkäufer.

Weitere Kosten können beim Notar entstehen. Wenn zum Beispiel eine Eigentumswohnung gekauft wird, hat der WEG-Verwalter die Zustimmung zu erteilen. Ebenfalls hat der Erbpachtgeber eine Zustimmungserklärung abzugeben bei dem Erwerb eines Gebäudes auf einem Erbpachtgrundstück.

Sollte aus zeitlichen oder räumlichen Gründen eine Vertragspartei nicht an dem Notartermin teilnehmen können, kann an einem anderen Tag und sogar bei einem anderen Notar in einer anderen Stadt der Verkauf gegengezeichnet werden.

Grunderwerbsteuer

Die Grunderwerbsteuer ist ausschließlich vom Käufer zu tragen. Zwar wird sie bundesweit erhoben, jedoch unterscheidet sie sich in der Höhe von Bundesland zu Bundesland. In Nordrhein-Westfalen beträgt sie 6,5 Prozent.

Quelle: Immobilienscout

In einigen Ausnahmefällen –  wie dem Grundstückserwerb im Todesfall oder im Rahmen einer Schenkung – fällt keine Grunderwerbsteuer an. Auch beim Kauf einer Immobilie von den Eltern, Großeltern oder Kindern, wird keine Grunderwerbsteuer fällig. Steuerpflichtig sind hingegen Immobiliengeschäfte unter Geschwistern.

Wie lassen sich Grunderwerbsteuer bei Immobilien sparen?

Der Grunderwerbsteuer unterliegen das Grundstück, das Gebäude und alles was untrennbar mit dem Gebäude verbunden ist. Zubehör wie Küche, Sauna oder Gartengeräte sind hiervon ausgenommen und können im notariellen Kaufvertrag gesondert aufgenommen werden. Jedoch sollten Sie solch einen Schritt mit Ihrem Makler bzw. Banker vorab besprechen, da für Zubehör keine Baufinanzierung sondern ein Ratenkredit angedacht ist.

Käufer einer Eigentumswohnung können bei der Übernahme von Instandhaltungsrücklagen diese bei der Berechnung der Grunderwerbsteuer anrechnen lassen. Diese Rücklagen unterliegen nämlich nicht der Grunderwerbssteuer. Wenn dieser Betrag im Kaufvertrag gesondert aufgeführt wird, können Sie beim Wohnungskauf Kosten sparen.

Immobilienmakler oder Gutachter

Wurde der Immobilienkauf über einen Immobilienmakler abgewickelt, wird eine Provision von bis zu 7 Prozent zzgl. Mehrwertsteuer auf den beurkundeten Kaufpreis fällig.

Der professionelle Immobilienmakler sollte im Vorfeld einer Vermarktung den realistischen Verkehrswert der Immobilie ermitteln. Denn ein öffentlich vereidigter Sachverständiger erhält für die Erstellung eines Verkehrswertgutachtens in Dortmund 750 Euro zzgl. 0,2 Prozent des ermittelten Verkehrswertes als Honorar.

Der Kauf einer Immobilie lässt sich sicherlich auch ohne weitere Hilfe von einem Gutachter oder einen Immobilienmakler abwickeln. Letztendlich birgt der Verzicht auf solche Immobilienprofis die Gefahr bei der größten Anschaffung im Leben ein hohes Risiko einzugehen.

Beispielrechnung für eine Immobilien mit einem Kaufpreis von 200.000 Euro für den Käufer

6,5% Grunderwerbsteuer in NRW entsprechen 13.000 Euro

1,5% Kosten für Notar und Grundbuchamt entsprechen 3.000 Euro

4,0% Maklercourtage entsprechen 8.000 Euro

zzgl. 19,0% Mehrwertsteuer auf die Maklercourtage entsprechen 1.520 Euro

= 12,76% Kaufnebenkosten entsprechen 25.520 Euro.

Die Kaufnebenkosten sollten als Eigenkapital mindestens vorhanden sein!

Um in den Genuß von günstigen Zinsen für die Immobilienfinanzierung zu kommen, empfehlen wir im Idealfall 30 bis 40 Prozent des Kaufpreises als Eigenkapital vorhanden zu haben. Liegt dieser Idealfall nicht vor, ist ein Immobilienkauf auch komplett ohne Eigenkapital nicht automatisch ausgeschlossen. Es Bedarf jedoch der genauen Suche nach einer geeigneten Bank. Mit unseren über 300 Bankenpartnern sind wir gerne bei der Suche behilflich.

Für weitere Details klicken Sie bitte HIER.

8 Gründe das Haus im Winter zu verkaufen

Alle Jahre wieder sprechen uns Eigentümer zu dieser Jahreszeit an ihr Haus in Dortmund oder dem restlichen Ruhrgebiet zu verkaufen. Sie sind sich aber unsicher, ob es nicht besser wäre auf den Frühling zu warten, um bei schönem Wetter und einem blühenden Garten einen besseren Kaufpreis zu erzielen als zur kalten und schmuddeligen Winterzeit. Unsere Antwort ist hier eindeutig: auf keinen Fall warten!

Warum es geschickt ist sein Haus während des Winters zu verkaufen?

Die acht guten Gründe nicht auf den Frühling für den Immobilienverkauf in Dortmund und Umgebung zu warten sind wie folgt:

1. Niedriges Zinsniveau

Die niedrigen Zinsen sind seit mehreren Jahren das Argument schlecht hin eine Immobilie zu kaufen. Wie lange dieses niedrige Zinsniveau anhält ist ungewiss. Die Zeichen sprechen immer mehr für steigende Zinsen im neuen Jahr. Schon Zinssteigerungen von 0,5 bis 1 Prozent auf dann 2,5 bis 3 Prozent, was im historischen Vergleich weiterhin niedrige Zinsen sind, machen bis zur vollständigen Rückzahlung der Baufinanzierung nach durchschnittlich 30 Jahren ein kleines Vermögen aus.

2. Weniger Konkurrenz

Die meisten Verkäufer in Dortmund und dem restlichen Ruhrgebiet folgen dem weit verbreiteten Glauben im Frühling oder spätestens im Sommer das Haus am besten verkaufen zu können. Sie setzen sich damit aber auch unwissentlich einer größeren Konkurrenz mit anderen vergleichbaren und sogar besseren Immobilien aus. Es wird schwieriger in angemessener Vermarktungszeit den bestmöglichen Preis zu erzielen. Dieser Wettbewerbssituation entzieht man sich automatisch im Winter.

3. Höhere Schmerzgrenzen

Weniger Konkurrenz bedeutet in der Regel bessere Verkaufsbedingungen und Verkaufspreise. Es fällt auf, dass im Preissegment bis 400.000 Euro für ein freistehendes Einfamilienhaus in Dortmund die Differenz zwischen Angebotspreis und tatsächlich beurkundeten Kaufpreis immer mehr abnimmt. Gleichzeitig sehen wir immer häufiger Bieterkämpfe zwischen den Kaufinteressenten um die Gunst des Verkäufers, so dass am Ende sogar Preise über dem Angebotspreis hinaus beim Notar beurkundet werden. Insbesondere in den beliebten Wohngegenden im Dortmunder Süden wie der Gartenstadt oder Kirchhörde akzeptieren Käufer die vom Eigentümer aufgerufenen Angebotspreise.

4. Ernsthafte Käufer

In den vergangenen knapp 10 Jahren unserer Maklertätigkeit haben wir festgestellt, dass zur warmen Jahreszeit zwar die Anzahl der Interessentenanfragen auf ein Immobilienangebot größer ist als zur kalten Jahreszeit, aber gleichzeitig auch der sogenannte Besichtigungstourismus deutlich zunimmt. Wenn jemand bereit ist sich bei schmuddeligen Wetter Zeit frei zu schaufeln zwischen Jahresendgeschäft auf der Arbeit und stressigen Weihnachtseinkäufen auf dem Westenhellweg in der Freizeit, dann weiß man, dass es sich um ernsthafte Käufer handelt. Sie haben dann auch schon eine Leidenszeit seit dem Frühjahr hinter sich gebracht in der sie vielleicht schon ein, zwei Mal das neue Zuhause nur knapp verpasst haben. Andere Käufer waren schneller mit ihrer Kaufentscheidung oder haben einfach mehr Geld geboten. Diese Menschen sind nun voll motiviert nicht doch noch im alten Jahr leer auszugehen.

5. Weihnachtliche Atmosphäre nutzen

Das Haus in vorweihnachtlicher Atmosphäre für Kaufinteressenten herzurichten und Besichtigungen im besten Fall vor einem lodernden Kamin in wohlig warmen Räumen durchzuführen ist mindestens genauso verkaufsfördernd wie im Sommer den hergerichteten Garten in voller Pracht zu präsentieren.

6. Steuerlich getriebene Immobilienkäufe

Zu Beginn des Winters wissen Unternehmer und Selbstständige in der Regel schon wie erfolgreich das laufende Geschäftsjahr ausgehen wird. Mit der Erfolgsmeldung kommt auch gleich der Hinweis des Steuerberaters etwas zur Optimierung der Steuererklärung zu tun und sich eine Immobilie noch vor dem 31.12. anzuschaffen.

7. Schnelle Abwicklung

Mit der Unterschrift des Kaufvertrages beim Notar ist zwar das Geschäft zwischen Käufer und Verkäufer besiegelt, bis aber der Käufer offiziell als neuer Eigentümer im Grundbuch steht, können einige Monate vergehen. Erfahrungsgemäß sind im ersten Quartal die Mitarbeiter in den Ämtern und Behörden vollständig anwesend und voll motiviert für das junge Jahr, so dass der bürokratische Akt der Eigentumsumschreibung doch schneller von statten geht als im sehr geschäftigen 2. und 3. Quartal.

8. Planungssicherheit für Ihren eigenen Immobilienkauf

Mit dem Verkauf Ihres Hauses zur Winterzeit an einen unserer persönlich bekannten und bonitätsgeprüften Bestandskunden versetzen Sie sich in die angenehme Position zu den ersten Personen zu gehören, die im Frühjahr bei den neuen Immobilienangeboten gleich eine verbindliche Kaufzusage geben können, da Sie Ihre finanziellen Möglichkeiten und Ihren Zeitplan bereits kennen.

Der 1. Schritt zum erfolgreichen Verkauf Ihrer Immobilie ist die Ermittlung des Verkehrswertes!

Wenn Sie über den Verkauf Ihres Hauses aktuell oder in der nahen Zukunft nachdenken, wird die Grundlage Ihres Erfolges mit einer realistischen Immobilienbewertung gelegt.

Daher bieten wir Ihnen und Ihrer Familie gerne diesen kostenlosen Service für Sie an!

Über Ihren Anruf unter 0231 / 841 943 01 oder über unser Kontaktformular freuen wir uns.

Immobilien richtig verkaufen: Die wichtigsten Immobilienunterlagen

Was sind die wichtigsten Unterlagen beim Immobilienverkauf?

Ist der Wert einer Immobilie mit Hilfe der Immobilienbewertung erstellt worden, könnte man meinen nun mit einem ersten Inserat den Verkauf zu starten. Was aber vorab noch vorbereitet werden muss, möchten wir Ihnen in unserem folgenden Beitrag verraten.

Vergleichbar mit dem Verkauf eines Autos bei dem der Fahrzeugbrief zwingend notwendig ist, sind die folgenden Unterlagen für einen erfolgreichen Immobilienverkauf unumgänglich. Denn Ihre Immobilie muss nicht nur einem Kaufinteressenten gefallen. Letztendlich muss auch die finanzierende Bank vom Gegenwert der Immobilie, die als Sicherheit für die Baufinanzierung dient, überzeugt sein.

 

Das Grundbuch ist die wichtigste Unterlage.

Es gibt u.a. Auskunft zu den Besitzverhältnissen, der Beschaffenheit und der Nutzbarkeit. Banken akzeptieren nur Grundbücher, die nicht älter als drei Monate sind.

 

Die Liegenschaftskarte

Eine Liegenschaftskarte – früher auch Flurkarte genannt – gibt Auskunft darüber, wie ein Grundstück gelegen ist, wie es zu benachbarten Grundstücken liegt und wie die Grundstücksdimensionen sind. Das zum Verkauf stehende Grundstück ist durch die Bezeichnungen von „Gemarkung“, „Flur“ und „Flurstück“ im Zusammenhang mit dem Grundbuch, das ebenfalls diese Angaben enthält, eindeutig zu identifizieren. Außerdem sind Gebäude auf den Grundstücken eingezeichnet. Sind Nebengebäude oder Anbauten nicht in der Liegenschaftskarte eingezeichnet sollte man prüfen, ob diese noch nachgenehmigt werden müssen.

 

Die Wohnflächenberechnung

Die Wohnflächenberechnung wird bei der Errichtung von Immobilien vom Architekten erstellt. Handelt sich bei dem Haus um einen Altbau oder wurde das Gebäude über die Jahre verändert, wie z.B. durch den Ausbau des Dachgeschosses oder dem Anbau eines Wintergartens, sind diese Angaben oftmals nicht mehr vorhanden bzw. nicht mehr aktuell. In dem Fall muss ein Architekt zur Erstellung der Wohnflächenberechnung beauftragt werden. Neue gesetzliche Verordnungen haben dazu geführt, dass zur Immobilienbewertung heutzutage die Bruttogrundfläche herangezogen wird. Banken nutzen neben der Wohnflächenberechnung aber teilweise noch die veraltete Kubatur-Berechnung zur Wertermittlung.

 

Die Gebäudeversicherung

Der Nachweis zur Gebäudeversicherung gibt dem Käufer und seiner Hausbank die Sicherheit, dass beim plötzlichen Untergang der Immobilie der Wert von der Versicherungsgesellschaft erstattet wird. Die Kosten zur Gebäudeversicherung zusammen mit den Abgaben zum Grundsteuerbescheid, der zu Beginn jeden Jahres von der Gemeinde verschickt wird, geben dem Käufer hilfreiche Informationen zu den laufenden Gesamtkosten. Die Kosten zum Strom- und Wasserverbrauch sind eher zu vernachlässigende Angaben, da sie doch sehr personenbezogen sind und sich schon durch einen Anbieterwechsel verändern lassen.

 

Der Energieausweis

Der Stromverbrauch der letzten drei Jahre gibt aber Aufschluss über die Energieeffizienz und ist daher für die Erstellung eines verbrauchsorientierten Energieausweises notwendig. Liegen diese Daten nicht vor oder entspricht das Gebäude nicht der Wärmeschutzverordnung von 1977 so ist ein bedarfsorientierter Energieausweis zu erstellen. Letztendlich sollen mit dem Energieausweis Immobilien hinsichtlich ihrer Energieeffizienz vergleichbar gemacht und Käufer für notwendige Modernisierungsmaßnahmen sensibilisiert werden.

 

Unsere Empfehlung

Wir empfehlen daher, wenigstens die von uns aufgelisteten Unterlagen vor dem ersten Inserat zusammenzugestellt zu haben, um nicht unter Zeitdruck zu stehen, wenn Unterlagen zeitnah einem Kaufinteressenten und seiner Bank vorgelegt werden müssen. Grundsätzlich geben sie bei Immobiliengeschäften allen beteiligten Parteien die Sicherheit, dass die gemachten Angaben korrekt sind und es nach dem erfolgreichen Verkauf nicht zu einem bösen Nachspiel kommt.

Bei Rückfragen zu dem Thema zögern Sie bitte nicht uns zu kontaktieren. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!

Immobilien richtig verkaufen: Die Immobilienbewertung

Was ist Ihre Immobilie aktuell wert?

In der Regel verkaufen Sie als Privatperson nur einmal im Leben Ihre Wohnung oder Ihr Haus. Dabei stellt Ihr Eigentum für Sie nicht nur einen hohen emotionalen Wert, sondern oftmals auch den größten Vermögenswert dar. Wenn dann einmal der Zeitpunkt gekommen ist sich zu verändern, können so viele Jahre ins Land gegangen sein, dass sich Ihre Immobilie und der Immobilienmarkt heute ebenfalls verändert haben. Ein zu niedriger Preis kann ohne Zweifel für Sie ärgerlich sein. Die Wirkung eines überzogenen Angebotspreises ist aber weitaus gravierenden und sollte daher nicht von Ihnen unterschätzt werden. Zuerst einmal wird eine überteuerte Immobilie schnell links liegen gelassen. Wenn sie dann noch Monate lang wie Sauerbier öffentlich angeboten wird, gilt die Immobilie bei Kaufinteressenten als Ladenhüter. Wird durch Zufall doch noch ein ernsthafter Kaufinteressent gefunden, akzeptiert dieser aber nur noch einen Kaufpreis unterhalb des eigentlichen Verkehswertes. Im Vergleich zu einem realistischen Angebotspreis hat am Ende der überteuerte Angebotspreis nicht nur zu einer längeren Vermarktungsdauer, sondern auch zu einem schlechteren Verkaufspreis geführt.

 

Wie errechnet sich ein realistischer Kaufpreis für Ihre Immobilie?

Der Verkehrswert zweier vergleichbarer Immobilien im gleichen Stadtteil müssen nicht zwangsläufig gleich sein. So können etwa Verkehrslärm oder die Ausrichtung des Gartens schon den Unterschied machen. Nicht zu vergessen, dass Häuser und Wohnung so individuell wie die Menschen sind, die darin wohnen. Haben Sie Ihr Wohnquartier liebevoll nach Ihren Vorstellungen eingerichtet, kann Ihr Käufer jemand sein, der sich komplett anders einrichten möchte. Alte Wohntrends wie die Kellerbar sind bei den heutigen Interessenten kein Kaufargument. In solchen Fällen ist vielmehr unser Verhandlungsgeschick als Immobilienmakler gefragt. Daher können durchschnittliche Angebotspreise, die auf Immobilienportalen oder in Immobilienmarktberichten veröffentlicht werden, nur einen sehr groben Richtwert geben.

Grundvoraussetzung für einen zielführenden Angebotspreis ist eine fundierte Immobilienbewertung, die bei selbstgenutzten Immobilien auf der Sachwertmethode basiert und durch unsere Sachkunde und Marktexpertisé ergänzt wird, damit Sie als Eigentümer in angemessener Zeit den bestmöglichen Kaufpreis erhalten. Letztendlich wird Ihre Immobilie das wert sein, was ein Käufer Ihnen heute bereit ist zu bezahlen.

Gerne bieten wir Ihnen eine kostenlose Immobilienbewertung an. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!

Die Immobilie im Bergbaugebiet

In diesem Jahr schließt mit der Zeche Prosper-Haniel in Bottrop die letzte verbliebene aktive Zeche im Ruhrgebiet und beendet somit gleichzeitig eine Ära, die unsere Region tiefgehend geprägt hat. Denn erst mit dem Bergbau und der einhergehenden Industrialisierung vor etwa 150 Jahren konnte sich die Metropolregion zu der heutigen Größe und Bedeutung entwickeln. Neben Arbeitsplätzen und Wohlstand brachte die Kohleförderung aber auch Probleme mit sich.

Mit Abbauende gehören Bergbauschäden noch lange nicht der Vergangenheit an.

Der untertägige Bergbau führt zu Bodenbewegungen, die sich unmittelbar auf die Erdoberfläche auswirken. Die Folge sind Bergschäden an Gebäuden und Außenanlagen. Dabei kann man davon ausgehen, dass ab dem Zeitpunkt des Abbauendes noch bis zu drei Jahre lang mit Bodenbewegungen zu rechnen ist. Darüber hinaus kann der Wiederanstieg des Grubenwassers in den verlassenen Kohleflözen zu neuen Bodenbewegungen und zwangsläufig zu neuen Bergschäden führen. Eine gesetzliche Verjährungsfrist greift spätestens 30 Jahre ab dem Zeitpunkt der Verursachung.

In der Praxis unterscheidet man Bergschäden zwischen reparablen Schäden und Schieflagen. Bei reparablen Schäden handelt es sich um Risse, zum Beispiel im Mauerwerk sowie der daraus resultierenden Folgeschäden wie ein feuchter Keller. Die Schiefstellung von Gebäuden entsteht bei einer ungleichmäßigen Bodensenkung an der Erdoberfläche.

Eigentümer haben Anspruch auf Schadenersatz

Eigentümer sind vom Grundsatz her zur Duldung des Bergbaus und deren Folgen an ihrem Grund und Boden verpflichtet. Bei eingetretenen Bergschäden ist aber ein Schadenersatzanspruch gesetzlich vorgesehen. Den Schadenersatz hat das Bergwerk bzw. seine Nachfolgegesellschaft zu leisten. In der Regel handelt sich um die Ruhrkohle AG (RAG). Die entstandenen Schäden gleicht die RAG dann durch Handwerkerleistungen oder durch Bargeldzahlungen aus. Letzterer Fall ist immer häufiger die Regel, um eventuelle Gewährleistungsansprüche auszuschließen. Bei vorhandenen Schieflagen wäre die Anhebung der Immobilie eine geeignete Maßnahme. Sie ist in der Praxis und insbesondere bei geringer Schieflage jedoch ein unverhältnismäßiges Mittel. Zumal die Erfahrung zeigt, dass viele Menschen eine Schieflage von bis zu 5 mm/m nicht einmal wahrnehmen. Erst Schieflagen ab 8 mm/m werden beim Betreten eines Raumes gespürt und als störend empfunden. Um diesen Bergschaden aber dennoch angemessen entschädigen zu können, kommt es zur Berechnung des merkantilen Minderwertes. Hierbei wird die gemessene Schieflage in eine prozentuale Minderung des Immobilienwertes abgeleitet und mit einer Bargeldzahlung entschädigt.

Worauf müssen Käufer und Verkäufer achten?

In vielen Städten wie z.B. Essen oder Dortmund liegt der letzte aktive Abbau bereits Jahrzehnte zurück. Dennoch sind die Immobilien, die in den sogenannten Stillstandsbereichen liegen, von den Auswirkungen des damaligen Steinkohle Abbaus weiterhin betroffen.

Auch wenn dem Gebäudeschaden ein Anspruch auf Schadensbeseitigung der RAG gegenübersteht und damit in gewisser Weise ein Wertausgleich vorhanden ist, sind Fallstricken sowohl für Käufer als auch Verkäufer vorprogrammiert. Grundsätzlich steht der Bergschadensersatzanspruch demjenigen zu, in dessen Eigentumszeit der Bergschaden entstanden ist. Stammen die Schäden noch aus der Zeit des Verkäufers, müssen die Schadensersatzansprüche im Kaufvertrag auf den Käufer übertragen worden sein. Sobald diese Übertragungskette einmal unterbrochen ist, ist der Anspruch untergegangen. Ein Schadensersatzanspruch gegen die RAG für den Käufer besteht auch dann nicht mehr, wenn der Verkäufer bereits Geldzahlungen für denselben Schaden erhalten, aber auf die Durchführung der Reparaturarbeit verzichtet hat. Den nicht beseitigten Bergschaden dem Käufer zu verheimlichen stellt wiederum eine arglistige Täuschung dar. Grundsätzlich ist einem Eigentümer vor Beginn des Verkaufsprozesses und dem Käufer vor einer Kaufpreiszusage anzuraten das Grundbuch einzusehen und ggf. fachmännisch prüfen zu lassen. Hat sich die RAG für die geleistete Entschädigungszahlung einen sogenannten Bergschadensverzicht ins Grundbuch eintragen lassen, kann sich der Verkauf je nach Umfang des Verzichtes auf zukünftige Schadenersatzansprüche als äußerst schwierig erweisen. Denn in der Regel ist der Erwerb einer Immobilie nur in Verbindung mit einer Bankfinanzierung möglich, die bei bestimmten Geldhäusern kategorisch abgelehnt wird, wenn ein Bergschadensverzicht im Grundbuch eingetragen ist.

Wir stehen Ihnen bei Bergbauschäden zur Seite

Letztendlich bleibt festzuhalten, dass der Kauf bzw. Verkauf einer Immobilie für eine Privatperson nicht nur einen hohen emotionalen Wert, sondern oftmals den größten Vermögenswert und somit auch eine ebenso große Lebensentscheidung darstellt. Wenn nicht alleine schon dieser Umstand die Unterstützung durch einen Immobilienexperten rechtfertigt, ist umso mehr bei der komplexen Thematik von Bergschäden ein Sachverständiger anzuraten.

Daher bieten wir Ihnen als Experte für die Bewertung und Vermittlung von Immobilien eine kostenlose Immobilienbewertung an. In Kooperation mit der Interessengemeinschaft Bergbaubeeinträchtigter Haus- und Grundeigentümer e.V. (IBHG) aus Dortmund, die als Sachverständiger für Bergschäden erfolgreich seit über 30 Jahren die Interessen seiner Vereinsmitglieder vertritt, wissen wir die Besonderheiten Ihrer Immobilie im Bergbaugebiet bzw. im Stillstandsgebiet des Bergbaus richtig zu bewerten.

Bei Rückfragen zu dem Thema zögern Sie bitte nicht uns zu kontaktieren. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!