Immobilien richtig kaufen!

KfW erhöht Zinsen für Förderprogramm

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) erhöht die Zinsen für ihr Wohneigentumsprogramm (124) um bis zu 15 Basispunkte.

Die Änderungen betreffen die Immobilienfinanzierungen mit folgenden Merkmalen:

Das endfällige Darlehen mit einer Laufzeit zwischen vier bis zehn Jahre ist von 0,75% auf 0,90% p.a. gestiegen.

Die Darlehensvariante mit maximal drei tilgungsfreien Jahren und einer Zinsbindung von zehn Jahren von 0,75% auf 0,85% p.a.

Das Darlehen mit einer Zinsbindung von fünf Jahren ist unverändert bei 0,75% geblieben.

Wie sich diese Änderung der Fördermittel für Sie auswirkt, prüfen wir gerne anhand eines individuellen Finanzierungsangebotes. Kontaktieren Sie uns HIER.

KfW verbessert ihre Kredite für selbstgenutzte Immobilien

Die staatliche KfW hat ihr Programm zur Förderung von selbstgenutztem Wohneigentum nachgebessert. So wurde zum 1. Oktober 2019 der maximale Kreditbetrag von 50.000 € auf 100.000 € erhöht. Außerdem verlängert sich die bereitstellungsfreie Zeit von 4 auf 12 Monate.

Wie sich diese Änderung der Fördermittel für Sie auswirkt, prüfen wir gerne anhand eines individuellen Finanzierungsangebotes. Kontaktieren Sie uns HIER.

Nebenkosten beim Immobilienkauf

Welche zusätzlichen Kosten entstehen beim Kauf eines Hauses oder einer Wohnung?

Mit dem Erwerb einer Immobilie ist es leider nicht nur mit der Überweisung des Kaufpreises getan, um allen finanziellen Verpflichtungen gerecht zu werden. Es kommen noch weitere Nebenkosten hinzu, die sich beim Kauf einer Eigentumswohnung oder eines Hauses schnell auf einen 5-stelligen Betrag summieren.

Notar und Grundbuchamt

Bei einem Immobilienkauf sind sowohl die Notarkosten als auch die Gebühren des Grundbuchamtes in einer Gebührenordnung festgelegt und orientieren sich an der Höhe der Kaufsumme.

Die Löschung von alten Grundbuchbelastungen, die der Käufer nicht übernimmt, wie z.B. die Grundschuld für die Immobilienfinanzierung des Eigentümers, trägt der Verkäufer.

Weitere Kosten können beim Notar entstehen. Wenn zum Beispiel eine Eigentumswohnung gekauft wird, hat der WEG-Verwalter die Zustimmung zu erteilen. Ebenfalls hat der Erbpachtgeber eine Zustimmungserklärung abzugeben bei dem Erwerb eines Gebäudes auf einem Erbpachtgrundstück.

Sollte aus zeitlichen oder räumlichen Gründen eine Vertragspartei nicht an dem Notartermin teilnehmen können, kann an einem anderen Tag und sogar bei einem anderen Notar in einer anderen Stadt der Verkauf gegengezeichnet werden.

Grunderwerbsteuer

Die Grunderwerbsteuer ist ausschließlich vom Käufer zu tragen. Zwar wird sie bundesweit erhoben, jedoch unterscheidet sie sich in der Höhe von Bundesland zu Bundesland. In Nordrhein-Westfalen beträgt sie 6,5 Prozent.

Quelle: Immobilienscout

In einigen Ausnahmefällen –  wie dem Grundstückserwerb im Todesfall oder im Rahmen einer Schenkung – fällt keine Grunderwerbsteuer an. Auch beim Kauf einer Immobilie von den Eltern, Großeltern oder Kindern, wird keine Grunderwerbsteuer fällig. Steuerpflichtig sind hingegen Immobiliengeschäfte unter Geschwistern.

Wie lassen sich Grunderwerbsteuer bei Immobilien sparen?

Der Grunderwerbsteuer unterliegen das Grundstück, das Gebäude und alles was untrennbar mit dem Gebäude verbunden ist. Zubehör wie Küche, Sauna oder Gartengeräte sind hiervon ausgenommen und können im notariellen Kaufvertrag gesondert aufgenommen werden. Jedoch sollten Sie solch einen Schritt mit Ihrem Makler bzw. Banker vorab besprechen, da für Zubehör keine Baufinanzierung sondern ein Ratenkredit angedacht ist.

Käufer einer Eigentumswohnung können bei der Übernahme von Instandhaltungsrücklagen diese bei der Berechnung der Grunderwerbsteuer anrechnen lassen. Diese Rücklagen unterliegen nämlich nicht der Grunderwerbssteuer. Wenn dieser Betrag im Kaufvertrag gesondert aufgeführt wird, können Sie beim Wohnungskauf Kosten sparen.

Immobilienmakler oder Gutachter

Wurde der Immobilienkauf über einen Immobilienmakler abgewickelt, wird eine Provision von bis zu 7 Prozent zzgl. Mehrwertsteuer auf den beurkundeten Kaufpreis fällig.

Der professionelle Immobilienmakler sollte im Vorfeld einer Vermarktung den realistischen Verkehrswert der Immobilie ermitteln. Denn ein öffentlich vereidigter Sachverständiger erhält für die Erstellung eines Verkehrswertgutachtens in Dortmund 750 Euro zzgl. 0,2 Prozent des ermittelten Verkehrswertes als Honorar.

Der Kauf einer Immobilie lässt sich sicherlich auch ohne weitere Hilfe von einem Gutachter oder einen Immobilienmakler abwickeln. Letztendlich birgt der Verzicht auf solche Immobilienprofis die Gefahr bei der größten Anschaffung im Leben ein hohes Risiko einzugehen.

Beispielrechnung für eine Immobilien mit einem Kaufpreis von 200.000 Euro für den Käufer

6,5% Grunderwerbsteuer in NRW entsprechen 13.000 Euro

1,5% Kosten für Notar und Grundbuchamt entsprechen 3.000 Euro

4,0% Maklercourtage entsprechen 8.000 Euro

zzgl. 19,0% Mehrwertsteuer auf die Maklercourtage entsprechen 1.520 Euro

= 12,76% Kaufnebenkosten entsprechen 25.520 Euro.

Die Kaufnebenkosten sollten als Eigenkapital mindestens vorhanden sein!

Um in den Genuß von günstigen Zinsen für die Immobilienfinanzierung zu kommen, empfehlen wir im Idealfall 30 bis 40 Prozent des Kaufpreises als Eigenkapital vorhanden zu haben. Liegt dieser Idealfall nicht vor, ist ein Immobilienkauf auch komplett ohne Eigenkapital nicht automatisch ausgeschlossen. Es Bedarf jedoch der genauen Suche nach einer geeigneten Bank. Mit unseren über 300 Bankenpartnern sind wir gerne bei der Suche behilflich.

Für weitere Details klicken Sie bitte HIER.

Wie kaufe ich ein Haus in der Gartenstadt von Dortmund?

Ein schönes, gemütliches Haus mit drei Schlafzimmern in stadtnaher Lage von Dortmund. Hört sich das nicht super an? Aber wenn Sie gerade nach einem Haus in der Gartenstadt von Dortmund suchen, wissen Sie, dass dies nicht einfach zu kriegen ist. Insbesondere für Käufer, die in der Preisspanne von 300 bis 400.000 Euro suchen, ist die Konkurrenz immens. Es ist aber nicht unmöglich! Denn erst kürzlich haben wir genau solch ein Haus in der Gartenstadt an eine junge Familie vermittelt.

Gerne geben wir Ihnen die 5 wichtigsten Tips für Ihren erfolgreichen Hauskauf mit auf dem Wege. Denn mit etwas Fleiß, Geduld und der Hilfe eines guten Immobilienmaklers, können Sie in diesem schwierigen Immobilienmarkt das passende Haus dennoch finden. Dabei sollten Sie die folgenden Rat beherzigen:

Sie wissen was Sie wollen?

Klären Sie für sich selbst, welche Ausstattungsmerkmale kategorisch wichtig sind. Denken Sie bitte auch daran, dass gerade bei Bestandsimmobilien in der Gartenstadt manche Dinge am Haus für die eigenen Bedürfnisse geändert werden müssen bzw. Sie auch bereit für Kompromisse sein müssen.

Sie kennen Ihren finanziellen Spielraum?

Das aller erste Gespräch müssen Sie mit Ihrem Finanzberater führen, um zu erfahren über welches persönliche Budget Sie verfügen. Mit einer allgemeinen Finanzierungsbestätigung der Hausbank signalisieren Sie dem Eigentümer ein ernsthafter und bonitätsgeprüfter Käufer zu sein.

Seien Sie schnell!

Manche Käufer, die Ihr Traumhaus gesehen haben, zögern zu lange. Und stellen dann fest, dass jemand anderes ihnen zuvor gekommen ist. Seien Sie daher entscheidungsfreudig! Eine zweite Chance genau dieses Haus zu kaufen, wird es für lange Zeit dann nicht mehr geben.

Holen Sie sich Hilfe!

Wenden Sie sich an zwei bis drei gute Immobilienmakler, die vorzugsweise mit Bestandskunden arbeiten und in der Gartenstadt tätig sind. So sollten Ihnen dann Immobilien angeboten werden, bevor Sie öffentlich im Internet beworben werden und Sie dann in Konkurrenz mit hundert anderen Kaufinteressenten stehen.

Seien Sie geduldig und entspannt!

Um das passende Haus zu finden, ist es wichtig im aktuellen Immobilienmarkt einen langen Atem zu haben. Es wäre doch auch eine Katastrophe so kurz vor dem Ziel aufzugeben. Oftmals ist es doch so: wenn man zu verkrampft sucht, findet man gar kein Haus. Und wenn man dann entspannt an die Sache ran geht, wird auf einmal das passende Haus in der Gartenstadt frei.

Die Immobilie im Bergbaugebiet

In diesem Jahr schließt mit der Zeche Prosper-Haniel in Bottrop die letzte verbliebene aktive Zeche im Ruhrgebiet und beendet somit gleichzeitig eine Ära, die unsere Region tiefgehend geprägt hat. Denn erst mit dem Bergbau und der einhergehenden Industrialisierung vor etwa 150 Jahren konnte sich die Metropolregion zu der heutigen Größe und Bedeutung entwickeln. Neben Arbeitsplätzen und Wohlstand brachte die Kohleförderung aber auch Probleme mit sich.

Mit Abbauende gehören Bergbauschäden noch lange nicht der Vergangenheit an.

Der untertägige Bergbau führt zu Bodenbewegungen, die sich unmittelbar auf die Erdoberfläche auswirken. Die Folge sind Bergschäden an Gebäuden und Außenanlagen. Dabei kann man davon ausgehen, dass ab dem Zeitpunkt des Abbauendes noch bis zu drei Jahre lang mit Bodenbewegungen zu rechnen ist. Darüber hinaus kann der Wiederanstieg des Grubenwassers in den verlassenen Kohleflözen zu neuen Bodenbewegungen und zwangsläufig zu neuen Bergschäden führen. Eine gesetzliche Verjährungsfrist greift spätestens 30 Jahre ab dem Zeitpunkt der Verursachung.

In der Praxis unterscheidet man Bergschäden zwischen reparablen Schäden und Schieflagen. Bei reparablen Schäden handelt es sich um Risse, zum Beispiel im Mauerwerk sowie der daraus resultierenden Folgeschäden wie ein feuchter Keller. Die Schiefstellung von Gebäuden entsteht bei einer ungleichmäßigen Bodensenkung an der Erdoberfläche.

Eigentümer haben Anspruch auf Schadenersatz

Eigentümer sind vom Grundsatz her zur Duldung des Bergbaus und deren Folgen an ihrem Grund und Boden verpflichtet. Bei eingetretenen Bergschäden ist aber ein Schadenersatzanspruch gesetzlich vorgesehen. Den Schadenersatz hat das Bergwerk bzw. seine Nachfolgegesellschaft zu leisten. In der Regel handelt sich um die Ruhrkohle AG (RAG). Die entstandenen Schäden gleicht die RAG dann durch Handwerkerleistungen oder durch Bargeldzahlungen aus. Letzterer Fall ist immer häufiger die Regel, um eventuelle Gewährleistungsansprüche auszuschließen. Bei vorhandenen Schieflagen wäre die Anhebung der Immobilie eine geeignete Maßnahme. Sie ist in der Praxis und insbesondere bei geringer Schieflage jedoch ein unverhältnismäßiges Mittel. Zumal die Erfahrung zeigt, dass viele Menschen eine Schieflage von bis zu 5 mm/m nicht einmal wahrnehmen. Erst Schieflagen ab 8 mm/m werden beim Betreten eines Raumes gespürt und als störend empfunden. Um diesen Bergschaden aber dennoch angemessen entschädigen zu können, kommt es zur Berechnung des merkantilen Minderwertes. Hierbei wird die gemessene Schieflage in eine prozentuale Minderung des Immobilienwertes abgeleitet und mit einer Bargeldzahlung entschädigt.

Worauf müssen Käufer und Verkäufer achten?

In vielen Städten wie z.B. Essen oder Dortmund liegt der letzte aktive Abbau bereits Jahrzehnte zurück. Dennoch sind die Immobilien, die in den sogenannten Stillstandsbereichen liegen, von den Auswirkungen des damaligen Steinkohle Abbaus weiterhin betroffen.

Auch wenn dem Gebäudeschaden ein Anspruch auf Schadensbeseitigung der RAG gegenübersteht und damit in gewisser Weise ein Wertausgleich vorhanden ist, sind Fallstricken sowohl für Käufer als auch Verkäufer vorprogrammiert. Grundsätzlich steht der Bergschadensersatzanspruch demjenigen zu, in dessen Eigentumszeit der Bergschaden entstanden ist. Stammen die Schäden noch aus der Zeit des Verkäufers, müssen die Schadensersatzansprüche im Kaufvertrag auf den Käufer übertragen worden sein. Sobald diese Übertragungskette einmal unterbrochen ist, ist der Anspruch untergegangen. Ein Schadensersatzanspruch gegen die RAG für den Käufer besteht auch dann nicht mehr, wenn der Verkäufer bereits Geldzahlungen für denselben Schaden erhalten, aber auf die Durchführung der Reparaturarbeit verzichtet hat. Den nicht beseitigten Bergschaden dem Käufer zu verheimlichen stellt wiederum eine arglistige Täuschung dar. Grundsätzlich ist einem Eigentümer vor Beginn des Verkaufsprozesses und dem Käufer vor einer Kaufpreiszusage anzuraten das Grundbuch einzusehen und ggf. fachmännisch prüfen zu lassen. Hat sich die RAG für die geleistete Entschädigungszahlung einen sogenannten Bergschadensverzicht ins Grundbuch eintragen lassen, kann sich der Verkauf je nach Umfang des Verzichtes auf zukünftige Schadenersatzansprüche als äußerst schwierig erweisen. Denn in der Regel ist der Erwerb einer Immobilie nur in Verbindung mit einer Bankfinanzierung möglich, die bei bestimmten Geldhäusern kategorisch abgelehnt wird, wenn ein Bergschadensverzicht im Grundbuch eingetragen ist.

Wir stehen Ihnen bei Bergbauschäden zur Seite

Letztendlich bleibt festzuhalten, dass der Kauf bzw. Verkauf einer Immobilie für eine Privatperson nicht nur einen hohen emotionalen Wert, sondern oftmals den größten Vermögenswert und somit auch eine ebenso große Lebensentscheidung darstellt. Wenn nicht alleine schon dieser Umstand die Unterstützung durch einen Immobilienexperten rechtfertigt, ist umso mehr bei der komplexen Thematik von Bergschäden ein Sachverständiger anzuraten.

Daher bieten wir Ihnen als Experte für die Bewertung und Vermittlung von Immobilien eine kostenlose Immobilienbewertung an. In Kooperation mit der Interessengemeinschaft Bergbaubeeinträchtigter Haus- und Grundeigentümer e.V. (IBHG) aus Dortmund, die als Sachverständiger für Bergschäden erfolgreich seit über 30 Jahren die Interessen seiner Vereinsmitglieder vertritt, wissen wir die Besonderheiten Ihrer Immobilie im Bergbaugebiet bzw. im Stillstandsgebiet des Bergbaus richtig zu bewerten.

Bei Rückfragen zu dem Thema zögern Sie bitte nicht uns zu kontaktieren. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!

Seniorengerecht Wohnen: Beim Wohnen heute schon an morgen denken!

Man sollte sich frühzeitig um eine seniorengerechte Wohnform kümmern

Nicht jeder wird sich im Alter mit Pflegeformen oder barrierefreien Wohnungen auseinandersetzen müssen. Dennoch wird es nicht schaden, sich schon frühzeitig um eine geeignete Wohnform für das Alter zu kümmern. Denn die Lebenserwartung steigt, immer mehr Menschen werden immer älter. Der Bedarf an seniorengerechten Immobilien steigt. Das Statistische Bundesamt prognostiziert für das Jahr 2030 etwa 22 Millionen Bundesbürger über 65 Jahren – im Jahr 2000 waren es noch 13,7 und aktuell bei 17,7 Millionen. Dies hat auch Auswirkungen auf den Immobilienmarkt. So ist zum Einen der aktuelle Bestand an seniorengerechten Immobilien die zum Kauf angeboten werden gering und zum Anderen die Nachfrage nach entsprechenden Immobilien sehr groß. Wenn dann noch die Hausbank auf Grund der verschärften Kreditrichtlinie Immobilienfinanzierungen nur sehr restriktiv vergeben je näher man dem Rentenalter kommt, so ist die Verzweiflung, wenn die Suche dann konkret wird, bereits vorprogrammiert.

 

Eine umsichtige Planung für den Ruhestand

Ob nun das familienfreundliche Einfamilienhaus oder die moderne Eigentumswohnung, grundsätzlich sollten schon heute bei der Wahl der Immobilie bestimmte Ausstattungskriterien vorhanden oder zumindest zum späteren Zeitpunkt problemlos nachrüstbar sein. Eine umsichtige Planung ist daher sehr wichtig, will man eine notwendigen Umzug auf Jahre hinauszögern oder sogar ganz im hohen Alter vermeiden.
Breitere Türen im Flur oder bodengleiche Duschtassen im Badezimmer liegen voll im Trend und lassen sich in der Regel auch problemlos nachträglich einbauen. Was sich allerdings nicht ändern lässt, ist die Wahl des Standortes. Daher sollte man auf die Erreichbarkeit von Geschäften, Ärzten und Banken achten.

 

Beratung und Informationen rund um die Immobilie

Wer sich unsicher ist, welches das optimale Heim für ein entspanntes Leben im Alter ist, darf sich gerne an uns wenden. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!

Ihr Widerrufsrecht bei Maklerverträgen

Warum müssen Immobilienmakler Sie über Ihr Widerrufsrecht aufklären?

Obwohl das aktualisierte Widerrufsrecht für Fernabsatzverträge schon seit dem 13.06.2014 durch die EU-Verbraucherrichtlinie auch für Immobilienmakler gültig ist, erreichen uns heute noch Nachrichten von Kaufinteressenten, die zum ersten Mal durch uns auf das Thema aufmerksam gemacht werden. Um die häufigsten Fragen beantworten zu können und evtl. Unsicherheiten bei Ihnen auszuräumen, möchten wir Sie auf diesem Wege über Ihre Rechte und Pflichten beim Widerrufsrecht aufklären und über unsere Arbeitsweise informieren.

 

Verträge, die zwischen Verbraucher und Unternehmer außerhalb der Geschäftsräume geschlossen werden, unterliegen einem 14-tägigen Widerrufsrecht.

Demnach ist jeder „außerhalb von Geschäftsräumen“, z. B. im Internet, per E-Mail, Telefon, Fax oder Brief, geschlossene Vertrag belehrungspflichtig und widerrufbar, wenn dieser zwischen Verbraucher und Unternehmer abgeschlossen wird. Im Immobiliengeschäft ist dann noch die Provisionspflicht entscheidend. Entfällt eine Maklerprovision, z.B. wegen des Bestellerprinzips bei der Vermietung von Wohnraum, entfällt auch das Widerrufsrecht. Sind Sie selbst Unternehmer und möchten eine Immobilie für Ihre Firma zur Selbstnutzung oder zur geschäftsmäßigen Vermietung erwerben, entfällt ebenfalls die Aufklärungspflicht. Wichtig zu wissen ist für Sie, dass die Aufklärungspflicht nicht auf den eigentlich Kauf der Immobilie abzielt, sondern auf die Dienstleistung, die wir Ihnen als Makler bis zum erfolgreichen Notartermin zukommen lassen.

 

Wir kommen unsere Aufklärungspflicht nach, durch elektronischer Verarbeitung in jedem versandten Immobilienexposé.

Um nun den Aufwand für Sie und uns so gering wie möglich zu halten, haben wir uns entschlossen unsere Immobilienexposés ausschließlich per E-Mail zu versenden und unserer Pflicht zur Widerrufsbelehrung gleichzeitig mit dem Versand elektronisch zu verarbeiten. Wenn Sie eine E-Mail mit unserem Exposé erhalten haben, klicken Sie auf den Download-Link zum Exposé. Es öffnet sich ein neues Fenster mit der gesetzlich vorgeschriebenen Widerrufsbelehrung. Um aber die Datei mit dem Exposé letztendlich öffnen und sofort lesen zu können, müssen Sie uns per Mausklick alle Punkte wie folgt bestätigen:

  • Sie haben die Widerrufsbelehrung gelesen.
  • Sie sind mit dem Beginn unserer Tätigkeit vor Ablauf der 14 Tagefrist einverstanden.
  • Sie akzeptieren unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen.
  • Sie sind damit einverstanden von uns per Telefon, Fax und/oder per E-Mail kontaktiert zu werden.

Haben Sie uns über einen der bekannten Immobilienportale wie Immobilienscout oder Immowelt kontaktiert, sind Sie bereits im Kleingedruckten von den Portalen über Ihr Widerrufsrecht informiert worden. Da wir jedoch eine transparente Kommunikation mit Ihnen bevorzugen, ist ein explizierter Hinweis auf Ihre Verbraucherrecht nur konsequent. Außerdem können Sie auch auch über andere Quellen, wie z.B. Zeitungsanzeigen oder persönlicher Empfehlung, auf unser Immobilienangebot aufmerksam geworden sein. Daher ist eine einheitliche Bearbeitung von Kundenanfragen auf diese Weise nur logisch.

 

Was sind die Folgen des Widerrufs?

Wenn Sie unseren Maklervertrag widerrufen, müssen wir alle Zahlungen, die wir von Ihnen erhalten haben, zurückzahlen. Da im Maklerwesen aber das Erfolgshonorar üblich ist, werden Zahlungen erst mit vollständiger Erbringung unserer Dienstleistung Ihnen in Rechnung gestellt; also mit Unterschrift des notariell beurkundeten Kaufvertrages. Hieraus ergeben sich nun zwei Szenarien:

  1. Sollten wir Sie nicht über Ihr Widerrufsrecht belehrt haben, haben Sie das Recht selbst bei vollständiger Erbringung unserer Dienstleistung zu widerrufen.
  2. Da Sie innerhalb der ersten 14 Tage nach Belehrung widerrufen können, beginnt unsere Dienstleistung erst nach Ablauf der Frist.

 

Erlöschen des Widerrufsrechts

Verständlicherweise möchten Sie nicht unbedingt 14 Tage warten, um weitere Informationen zur Immobilie zu erhalten. Dies läßt sich vermeiden, wenn Sie ausdrücklich verlangen, dass wir schon vor Ablauf der Frist für Sie tätig werden sollen und somit Ihr Widerrufsrecht bei vollständiger Vertragserfüllung erlischt.

 

Fazit

Das Widerrufsrecht ist zu Ihrem Schutz entstanden. Um vertrauensvoll Zusammenarbeiten zu können, ist es selbstverständlich, dass wir unserer gesetzlichen Pflicht bestmöglich nachkommen und Sie nach besten Wissen und Gewissen beraten. Daher verstehen Sie unsere Arbeitsweise bitte nicht als Zwang, sondern als Vereinfachung der bürokratischen Vorgaben, damit wir uns schnellstmöglich mit den wichtigen Dingen – Ihrer Suche nach einer geeigneten Immobilie – beschäftigen können. Sollte der Fall eintreten, dass Ihnen am Ende unserer Beratung die angebotene Immobilie aus irgendeinem Grund nicht zusagt, ist ein Widerruf unserer Dienstleistung auch nicht mehr notwendig. Eine einfache Absage per Telefon oder E-Mail ist ausreichend. Denn wir Immobilienmakler werden von Ihnen weiterhin nur im Erfolgsfall bezahlt. Aus unserer Sicht die fairste Entlohnung für alle Parteien!

Sollten Sie noch Fragen oder Anmerkungen haben, zögern Sie bitte nicht uns zu kontaktieren.