Haus & Garten

Die 3 L sind da – Laub! Laub! Laub!

Das Herbstlaub zusammen zu rechen und einzusammeln ist für viele von uns zu einem festen Ritual im Herbst geworden. Aber unsere Bäume geben uns tatsächlich ein Geschenk, das wir vielleicht nicht hergeben sollten.

Während einige von uns noch dem Sommer nachtrauern, hält der Herbst doch so viel Schönes für uns bereit. Gemütliche Pullover, heiße Getränke und natürlich das farbenfrohe Herbstlaub in unserer Landschaft. Der Herbst hält auch ein jährliches Ritual für uns bereit, die mit den schönen Blättern auf unseren Wegen und unseren Gärten zu tun hat.

Im Ruhrgebiet bereiten sich Bäume und Pflanzen auf den Winter vor, indem sie ihr Laub ablegen. Das ist wunderbar anzuschauen, wenn es in den Wäldern und Parks abspielt. Aber wenn unsere Gärten davon betroffen sind, dann ist das was anderes. Wir fühlen uns genötigt den geliebten Rasen von all diesen Blättern zu befreien.

Bevor Sie Ihren Rechen oder Laubbläser herausholen, sollten Sie sich folgendes durchlesen.

Wenn Sie die Blätter in Ihrem Garten sammeln und einsacken, landen sie normalerweise auf der Müllkippe. Dies sind in Deutschland 14 bis 18 Millionen Tonnen Laub von unseren Bäumen. Auf der Deponie erzeugen sie Methangas, das nicht nur die Luft belastet, sondern auch den Boden auslaugt. Das Verbrennen von Blättern keine gute Lösung und in der Regel auch verboten ist, ist uns allen bekannt.

Es macht Sinn, dass der Laub im Garten nicht großflächig entfernt wird. Vor allem sollte es nicht mit dem Laubgebläse gemacht werden. Gebläse nehmen häufig die oberste Bodenschicht weg. Den Lebensraum für viele nützliche Gartenbewohner.

Nicht nur unser Garten, sondern auch die Umwelt wir uns danken!

Gefallene Blätter sind aus vielen Gründen für das natürliche Ökosysteme von großem Wert. In Wäldern sammeln sie sich unter den Bäumen auf dem Boden an und bilden einen natürlichen Mulch, der Unkraut unterdrückt und Wurzeln vor extremen Temperaturen schützt. Laub bietet auch Schutz angefangen den Schmetterlingslarven bis hin zu Fröschen und Salamandern. Sie ist Nahrung für Mikroorganismen, die es in wertvolle Nährstoffe für die Pflanzen zerlegen. Wäre es daher nicht toll, Blätter nicht mehr als Müll sondern vielmehr als großzügiges und kostenloses Geschenk für unsere langsam wachsenden Freunde zu sehen.

Das heißt jetzt aber nicht, dass wir uns zurücklehnen und faulenzen können. Denn große Mengen von Blättern, die über einen langen Zeitraum auf einer kleinen Rasenfläche liegen bleiben, können sehr wohl den Rasen beschädigen. Dies ist besonders problematisch, wenn es sich bei den Blättern um große, flache Blätter handelt, wie sie auf Ahornbäumen oder Eichen zu finden sind, und eine nahezu undurchlässige Schicht bilden, die sich im Winter wahrscheinlich auch nicht von alleine zersetzt. Am Ende drohen der Rasen und die Pflanzen unter dieser Matte sogar noch zu ersticken.

Es wird vielmehr empfohlen die Blätter mit dem Mäher in kleinere Stücke zu schneiden. Die kleineren Stücke zersetzen sich schneller und sind im Vergleich zu ganzen Blättern nicht mehr so undurchdringlich. Die meisten Gas- oder Elektro-Rasenmäher verfügen über eine Mulch-Option mit der man abgefallene Blätter in kleinere Stücke zerkleinert. Dann ist es in Ordnung, die Blätter genau dort zu belassen, um ihren Nutzen für die Gartenbewohner und für den Boden zu entfalten.

Wenn man einen aufgeräumten Garten bevorzugt, kann man einen speziellen Laubvernichter verwenden. Man wirft die eingesammelten Blätter in diese Maschine, um wertvollen Mulch herzustellen. Zum Beispiel sind die zerkleinerten Blätter perfekt für mehrjährige Beete oder auch für Rosen, um sie in den kälteren Monaten gut zu isolieren. Einige Gärtner geben die zerkleinerten Blätter in ihre Gemüsebeete. Wenn es schneller gehen soll, gibt man die zerkleinerten Blätter in den Kompostbehälter und man hat im neuen Jahr reichhaltigen Kompost.

So vielfältig die Möglichkeiten sind mit dem Laub im Herbst umzugehen, so vielfältig ist der Nutzen den die Natur uns schenkt um mehr daraus zu machen als nur Abfall.

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Im Herbst den Garten winterfest machen

Kürzer werdende Tage kündigen bereits den Beginn der kalten Jahreszeit an. Da bieten sich die Monate September und Oktober als ideale Zeit um die letzte Gartenarbeiten zu erledigen und den Garten winterfest zu machen, damit man im nächsten Frühling gut in die neue Gartensaison startet.

Der letzte Rasenschnitt

Solange es in der Nacht nicht allzu kalt wird, wächst auch das Gras und der Rasen muss regelmäßig geschnitten werden. Doch vor dem ersten Frost sollte der Rasen möglichst schon winterfest sein. Wichtig beim letzten Mähen ist die richtige Höhe. Empfehlenswert ist eine Länge von etwa vier Zentimetern. Denn lässt man den Rasen länger stehen, drückt der Schnee im Winter die einzelnen Grashalme nieder. Das platt gedrückte Gras kann sich dann zum Nährboden von Pilzen und anderen Krankheiten entwickeln. Auch Moos sollte daher vor Winterbeginn noch einmal sorgfältig entfernt werden.

 

Die Baum- und Pflanzenpflege

Haben die Bäume das Laub verloren, ist der Blick frei auf das Astwerk. Jetzt ist der ideale Zeitpunkt, um abgestorbene und kranke Äste zurückzuschneiden. Nun können auch Bäume gefällt oder Baumwurzeln entfernt werden.

Kranke Pflanzen sollten großzügig zurückgeschnitten werden. Gesunde Stauden können stehen gelassen werden, da die oberirdischen Pflanzenteile die Wurzeln vor Frost schützen. Darüber hinaus schaffen sie Lebensraum für Insekten, die in den Halmen ihr Unterschlupf im Winter finden, und Vögel finden Futter in den Samen. Daher wird das Herbstlaub auch nur zusammengerecht und nicht entsorgt.

Vor dem ersten Frost sollten die Kübelpflanzen ins Winterquartier gebracht werden. Immergrüne Pflanzen die im Topf draußen gelassen werden, sollte man am besten in den Schatten stellen. Denn bei Sonnenschein versuchen sie sonst Wasser aus dem Boden zu ziehen. Da der aber gefroren sein kann im Topf, verdursten die Pflanzen. An frostfreien Tagen ist angeraten gelegentlich zu gießen. Pflanzen im Gartenboden drohen diese nicht, sie nehmen Wasser aus tieferen Bodenschichten über ihre Wurzeln auf.

 

Platzende Wasserrohre vermeiden

Doch nicht nur Bäume und Pflanzen müssen vor dem ersten Frost geschützt werden. Es müssen alle Wasserleitungen, die nach draußen führen, abgedreht werden; sonst Platzen die Leitungen. Auch aus Regentonnen und Springbrunnen muss unbedingt das Wasser abgelassen werden, um Frostschäden zu vermeiden.
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